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Hydrometallurgie

Die Anodenplatten bilden das Ausgangsprodukt für die hydrometallurgische Raffination, bei der das Kupfer auf elektrochemischem Wege gereinigt wird. Die Anodenplatten werden in Elektrolysezellen, die mit einer schwefel­sauren Lösung von Kupfersulfat – dem Elektrolyten – gefüllt sind, eingehängt.
 
Als Kathoden dienen Edelstahlbleche, auf denen sich das unter dem Einfluss des elektrischen Stroms von der Anode in Lösung gehende Kupfer abscheidet. Dieses Kupfer wird maschinell abgezogen und als Kathodenkupfer der weiteren Verwendung zugeführt. Es zeichnet sich durch sehr hohe Reinheit aus – der Kupfergehalt beträgt mehr als 99,99 %.
 
Die an der Londoner Metallbörse (London Metal Exchange) unter dem Brand „BRX“ registrierten Kathoden eignen sich bestens für die Herstellung aller Arten von Kupferfertigprodukten. Die neben dem Kupfer in den Anoden vorliegenden metallischen Verunreinigungen reichern sich entweder im Elektrolyten an (z.B. Nickel) oder finden sich im Anodenschlamm wieder.

Aus dem Anodenschlamm werden durch weitere, eigens entwickelte hydrometallurgische Verfahrensschritte hochreine Edelmetalle wie Gold, Silber und Platin/Palladium gewonnen, das Nickel wird aus dem Elektrolyten als hochreines Nickelsulfat ausgebracht.
 
Aus Kupferchloridlösung wird Kupferoxychlorid hergestellt, welches als fungizider Wirkstoff für den Pflanzenschutz angeboten wird. Dieses wird auch als Fertigprodukt unter dem Namen Flowbrix angeboten.